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IMMER DIE GLEICHE SOßE? ZUR PRODUKTION UND REPRODUKTION VON DISKURSEN IN DEN MASSENMEDIEN

CALL FOR PAPERS

28. - 30. Juli 2008

PANEL 1 | PANEL 2 | PANEL 3 | PANEL 4 | PANEL 5

KÖNNEN MARGINALISIERTE (WI(E)DER)SPRECHEN?

Massenmedien sind in ihrer Funktion als Vermittler vor allem abstrakterer Bedeutungen heutzutage zentral; das Verständnis gesellschaftlicher Strukturen wird im Wesentlichen durch sie geprägt. Durch Selektion, Bildsetzung und Narration rekonstruieren Medien als Informationsquellen nicht nur Ereignisse, sondern sie konstruieren sie mit. Darüber hinaus dringen sie zunehmend in die unmittelbareren Erfahrungswelten ein: sie setzen Trends und Moden, legen bestimmte Formen der Lebensführung nahe. Massenmedien gestalten somit einen erheblichen Teil an Lebensrealität.

Dem Internet als neuestem Medium wird dabei noch am ehesten ein transformatives, wenn nicht sogar subversives Potential zugesprochen. Betrachtet man seine Geschichte hingegen genauer, können mehrere Parallelen zu den „klassischen“ Massenmedien gezogen werden. Einen wichtigen Aspekt stellt hierbei die ständige Wiederholung inhaltlicher und formaler Merkmale dar. Neue Informationen, insbesondere im Sinne einer emanzipatorischen Relevanz, bilden die klare Ausnahme.

In diesem Panel soll sowohl auf Produktions-, wie auch auf Rezeptionsebene diskutiert werden, inwiefern Massenmedien zur Produktion und Reproduktion hegemonialer Diskurse beitragen. Kann außerhalb dieser Diskurse gedacht werden? Welchen Raum haben marginalisierte Stimmen und Perspektiven? Ist dieser beispielsweise in der Unübersichtlichkeit und virtuellen Grenzenlosigkeit des Internet größer? Wie können diese Räume gesichert bzw. genutzt werden, um marginalisierten Diskursen zur Dominanz zu verhelfen? Würde dies überhaupt zur erwünschten Emanzipation führen? Und nicht zuletzt: Wie kann politisches Handeln in diesem widersprüchlichen Feld konkret aussehen?

Vorschläge für Beiträge zu den einzelnen Panels im Umfang von maximal 500 Wörtern werden erbeten bis zum 15. Juni an: abstracts@ngfp2008.org

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